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ΟΜΙΛΙΑ ΣΤΗΝ ΚΑΤΕΡΙΝΗ

Σάββατο, 17 Νοεμβρίου 2012

Hl. Justin von Celije - Über Gott als Richter


Hl. Justin von Celije


Über Gott als Richter [1]
Die ewige evangelische Wahrheit über Gott als Richter ist nicht etwas, das  dem menschlichen Bewußtsein gewaltsam aufgezwungen worden wäre, noch auch ist sie etwas Unnatürliches unter den offenbarten Wahrheiten. Sie ist ein natürlicher und organischer Bestandteil der göttlichen Offenbarung im gottmenschlichen Leib der Kirche. Ohne sie wäre die Logik der Offenbarung nicht göttlich und die gottmenschliche Heilsökonomie nicht vollständig. Ohne sie wäre die göttliche Offenbarung wie die Welt ohne den Himmel über ihr.
Sie ist das Dach, das den herrlichen Tempel der gottmenschlichen Wahrheiten über den Menschen und die Welt überdacht und vervollständigt. Sie ist von derselben Natur wie die anderen heiligen Dogmen und Wahrheiten, eines Wesens mit denselben. Sie ist in ihnen enthalten, so wie diese enthalten sind in ihr. Sie hat den gleichen Wert und die gleiche lebenspendende Kraft wie sie und kann nicht getrennt werden von ihnen, denn alle zusammen bilden einen unzertrennbaren gottmenschlichen Organismus.
Es ist natürlich, dass Gott der Schöpfer, Erlöser und Heiligende zugleich auch Richter ist. Denn als Schöpfer hat Er uns aus dem Nichtsein ins Dasein gebracht und uns als Daseinszweck gegeben, Gott gleich zu werden kraft der Gottgestaltigkeit unserer Seele, die wir als Gabe von Ihm empfangen haben, und kraft des Hinwachsens mit dem von Gott gegebenen Wachstum zum vollkommenen Menschen, zum Vollmaß der Fülle Christi (s.Kol 2,19, Eph 4,13). Als Erlöser hat Er uns erlöst von der Sünde, vom Tod und vom Teufel, indem Er der Natur des Menschen, die durch die Sünde sterblich geworden war, den Anfang und die Kraft der Auferstehung und der Unsterblichkeit einpflanzte. Als der Heiligende hat Er uns innerhalb Seines gottmenschlichen Leibs, der Kirche, alle Mittel der Gnade und alle göttlichen Kräfte gegeben, damit wir Sein gottmenschliches Heilswerk annehmen und unsere Bestimmung erfüllen können. Als Richter wägt, beurteilt und richtet Er unser Verhalten Ihm gegenüber als Schöpfer und uns selbst gegenüber als gottgestaltiges Geschöpf, Ihm gegenüber als Erlöser und uns selbst gegenüber als der Erlösung Bedürftige, Ihm gegenüber als dem Gottmenschen, als Kirche, als dem Heiligenden,  und uns selbst gegenüber als solche, die die Heiligung, die Vergöttlichung und Vergottmenschlichung empfangen. In diesem Seinem vierfachen Werk wirkt Gott stets gemäß dem Ratschluß Seines Willens (Eph 1,11), das heißt gemäß Seinem vor Grundlegung der Welt gefaßten Plan für die Welt und den Menschen, mit dem Ziel, alles zusammenzuführen in Christus, was in den  Himmeln ist und was auf Erden (Eph 1,10, Kol 1,16-17 und 1,20).
Gott hat dem Teig des menschlichen Wesens den Sauerteig des göttlichen Eros für Christus untergemischt, damit der Mensch und mit ihm und ihm nachfolgend die ganze Schöpfung sich nach Christus sehne und zu Ihm hin strebe. Daher ist die ganze Schöpfung in ihrem Kern christozentrisch und strebt zu Christus hin, wird zu Ihm hin getragen als ihrem natürlichen Zentrum und  ihrer Endbestimmung (s. Röm 8,19-23, Kol 1,16-17, Eph 1,4-5).
Während Gott in Seinem schöpferischen, erlösenden und heiligenden Werk erscheint als der Pflüger, der Sämann und der Ackerbauer, erscheint er in Seinem richterlichen Werk  als der Schnitter und Drescher. Es ist völlig natürlich, dass der himmlische Sämann, der den Samen der ewigen göttlichen Wahrheit großzügig gesät hat in die Erde der menschlichen Seelen, danach kommt und nachsieht, wieviel von diesem Samen im Morast der Lüste verfaulte, wieviel davon in den Dornen der Leidenschaften erstickte, wieviel von dem aufgegangenen Samen verdorrte unter der sengenden Hitze der Liebe zur Sünde und wieviel davon sich entfaltet und die göttliche Frucht hervorgebracht hat, und dass er die reifen Ähren des irdischen Weizens erntet und drischt. Eben deshalb, weil Er der Pflüger, der Sämann und der Ackerbauer ist, hat Er das Recht, auch der Schnitter und Drescher zu sein. Eben deshalb, weil Er dem Menschen alle Mittel gegeben hat, die dieser nötig hat, um das von Gott bestimmte  Ziel seines Daseins zu erreichen, hat Er auch das Recht, der Richter zu sein.
Es wäre eine unverzeihliche Ungerechtigkeit, Herausforderung und Tyrannei, wenn Gott als Richter auftreten würde, ohne zuvor als der Erlöser und als der Heiligende erschienen zu sein. Ein Gott, der den Menschen nicht den Weg zum ewigen Leben zeigen, ihnen nicht die ewige Wahrheit sagen und ihnen nicht die zur Rettung von der Sünde, vom Tod und vom Teufel erforderlichen Mittel geben wollte, kurz gesagt, der nicht ihr Retter sein wollte, wäre nicht berechtigt, den Menschen und die Menschheit als Ganze zu richten. Einem solchen tyrannischen Gott gegenüber hätte die Menschheit alles Recht, diesem einmütig die Worte des bösen Knechts im Gleichnis von den Talenten ins Gesicht zu schleudern (s. Mt 25, 24-25).
Wäre Christus eine solche Art von Gott, wäre es verfehlt, an Ihn zu glauben, denn in diesem Fall wäre Er nicht der wahre Gott, sondern einer unter vielen anderen schwachen und selbsternannten Göttern des elenden Pantheons menschlicher Götzen. Doch da der Gottmensch und Herr Christus als Erlöser des Menschen und der Menschheit erschienen ist und in Seiner unaussprechlichen Menschenliebe das überaus schwere Werk der Erlösung vollbracht und den Menschen alle Gaben des Himmels geschenkt hat, die nur der Gott der Liebe zu schenken vermag, hat Er das Recht, die Welt und den Menschen zu richten.
Gewiß, insoweit der Herr Jesus Christus eines Wesens ist mit Gott dem Vater und Gott dem Heiligen Geist, ist das Gericht über die Menschheit das Werk der ganzen Heiligen Dreiheit. Doch damit der rebellische Mensch in seiner gottfeindlichen Sündhaftigkeit  nicht protestieren und geltend machen kann, dass Gott ja nicht im menschlichen Fleisch gelebt und die Leiden des Menschen nicht erfahren habe, nicht durch das irdische Schlangennest gegangen sei und deshalb nicht das Recht habe, die Menschen zu richten, hat Gott der Vater "das ganze Gericht dem Sohn übergeben" (Joh 5,22) und "einen Tag festgesetzt, an dem Er die ganze Welt in Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, Den Er dazu ausersehen und für alle beglaubigt hat, indem Er Ihn auferweckte von den Toten" (Apg 17,31).
Indem Gott den Menschen Jesus, den inkarnierten Logos Gottes, zum Richter der Welt bestimmte, hat Er der Menschheit letzte Gerechtigkeit erwiesen und den Zyklus Seiner himmlischen Gerechtigkeit auf Erden auf menschenfreundliche Wese vollendet, sodass die Menschen nicht berechtigt sind, gegen das Gericht Gottes zu protestieren und zu rebellieren. Der Gottmensch und Herr Jesus ist nicht nur der Begründer des Glaubens (ὁ τῆς πίστεως ἀρχηγóς), sondern auch sein Vollender (τελειωτίς), der Anfang und das Ende des gesamten göttlichen Plans bezüglich der Welt und des Menschen (Hebr 12,2, s.a. 2,10).
Durch alle ihre Wechsel und Veränderungen eilt die Schöpfung ihrem Ende entgegen. Durch alle Tage und alle Nächte eilen alle Menschen  und mit ihnen und ihnen nachfolgend die gesamte Schöpfung dem Letzten Tag entgegen, an dem das Mysterium dieser Welt und der Menschheitsgeschichte seine Vollendung finden wird. Alle Tage wie helle Ströme und alle Nächte wie dunkle Ströme durchbrechen und durchfließen die Schluchten und  Abgründe des Daseins, alle Geschöpfe und die ganze Schöpfung insgesamt mit sich ziehend zum Letzten Tage hin, in den sie unvermeidlich münden und in ihm ihren Lauf beschließen müssen. Alles was innerhalb der Grenzen der Zeit gelebt hat und lebt, wird zwangsläufig diesen Letzten Tag erreichen und an seinem Ufer landen. Es gibt kein Lebewesen und kein geschaffenes Ding, das der Strom der Zeit nicht zu diesem Letzten Tag tragen wird. Mit diesem Tag wird die  Existenz der Zeit enden (Offb 10,7), weshalb er bezeichnet wird als "der Letzte Tag" (Joh 6,39-40, 6,44, 11,24, 12,48) oder "der Große Tag" (Apg 2,20, Judas 6). Weil er der von Gott bestimmte Tag ist, an dem Gott die ganze Welt richten wird (Apg 17,13), wird er auch  "Tag des Gerichts" genannt (Mt 10,15, 11,22, 11,24, 12,36, 2 Petr 2,9, 3,7, 1 Joh 4,17) und "Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes" (Röm 2,5). Da jedoch das ganze Gericht dem Sohn übergeben worden ist (s. Joh 5,22) und weil Er es ist, Der am Letzten Tag als Richter erscheinen wird in Herrlichkeit, wird dieser Tag auch "Tag des Menschensohns" genannt (s. Lk 17,22-26), "Tag des Herrn" (2 Petr 3,10, 1 Thess 5,2, s.a. Ez 15,5, Is 2,12. Joel 2,31, Weish 1,14, Mal 4,1), "Tag Christi" (2 Thess 2,2, Phil 1,10, 2,16), "Tag des Herrn Jesus" (2 Kor 1,14, 1 Kor 1,8, 5,5) sowie "Tag des Gerichts und des Untergangs der gottlosen Menschen" (2 Petr 3,7 und 2,9).
An jenem höchst bedeutsamen Tag wird der Gottmensch und Herr Jesus Christus Sein letztes, Sein endgültiges Urteil sprechen über die gesamte Geschichte der Welt und des Menschen, über alle Menschen zusammen und über jeden Einzelnen persönlich. Und so wie Er am Schluß der Schöpfung alle Lebewesen und alle geschaffenen Dinge prüfte und über alle Sein Urteil aussprach, wonach sie "sehr gut" waren (Gen 1,31), so wird der Dreisonnige Herr auch am Letzten Tag, am Ende ihres Gangs durch die Geschichte,  alle Lebewesen und geschaffenen Dinge prüfen und Sein Urteil über alle aussprechen. Dann wird Er die guten und die schlechten endgültig voneinander trennen und eine unüberschreitbare und unüberwindbare Grenze aufrichten zwischen ihnen. Dann wird Er Sein letztes und unfehlbares Urteil fällen über alle menschlichen Werte. Dann wird er auf der vollkommenen und genauen Waage Seiner Gerechtigkeit und Seiner Liebe alle Werke der Menschen wägen, alle ihre Gedanken, alle ihre Gefühle, alle ihre Begehren, alle ihre Worte. Dann wird das Mysterium Gottes (Offb 10,7) in bezug auf den Menschen, die Schöpfung, die Welt, das Universum vollendet werden. Dann werden alle Guten und alles Gute die ewige Seligkeit erben, das ewige Paradies, das seligste Reich der Himmel des seligsten Herrn Jesus, alle Bösen aber und alles Böse die ewige Qual, die ewige Hölle im bitterem Reich der bösen, gefallenen Engel.

Quelle: http://www.prodromos-verlag.de/
[1] Aus dem Buch Pravoslavna Crkva i ekumenisam ("Die Orthodoxe Kirche und der Ökumenismus"), Thessaloniki 1974. Engl. Übers.  Archimandr. Justin Popovitch, The Orthodox Church and ecumenism, Lazarica Press, Birmingham 2000. Dt. Übers. des vorliegenden Textes vom Kloster des Hl. Johannes d. Vorläufers, Chania 2012.

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