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ΚΗΡΥΓΜΑ ΖΩΝΤΑΝΑ ΑΠΟ ΤΗΝ Ι. Μ. ΑΓ. ΤΡΙΑΔΑΣ ΕΔΕΣΣΑΣ

ΚΗΡΥΓΜΑ ΖΩΝΤΑΝΑ ΑΠΟ ΤΗΝ Ι. Μ. ΑΓ. ΤΡΙΑΔΑΣ ΕΔΕΣΣΑΣ

Σάββατο, 3 Νοεμβρίου 2012

Über Reichtum und Armut

Hl. Johannes Chrysostomos

Über Reichtum und Armut [1]

Der arme, doch wahrhaft reiche Lazarus
Wenn du jemanden über Gebühr reich werden siehst, preise ihn nicht selig, betrachte ihn nicht als beneidenswert, tadle nicht die Vorsehung Gottes, noch auch halte das irdische Geschehen für zufällig und planlos. Erinnere dich vielmehr an den armen Lazarus und den Reichen, der den Gipfel des Reichtums und der Genüsse erlangt hatte, aber zugleich roh und herzlos war, unmenschlich und grausamer als alle Hunde. Denn diese erbarmten sich des Lazarus und pflegten ihn,  zauderten sie doch nicht,  mit ihren Zungen die Geschwüre zu lecken, die seinen ganzen Leib bedeckten, während der Reiche ihm nicht einmal ein paar Brosamen hinwerfen mochte.

 Jener Arme, doch in Wahrheit Reiche, in Wahrheit Wohlhabende, war in solche äußerste Not gefallen, dass er nicht einmal die lebensnotwendige tägliche Nahrung hatte und  nebst dem Hunger auch noch ständig mit der  Krankheit zu kämpfen hatte. Der Reiche hatte mehr als nötig, Lazarus aber nicht einmal das Unentbehrliche. Doch er klagte nicht, er haderte nicht mit Gott, er führte keinen Tadel im Mund gegen die göttliche Vorsehung.  
Ist es mithin nicht verwunderlich, dass solche, die Schlimmes erleiden, in allem den Herrn lobpreisen, während du, der du verschont bist von solchem Unglück, Gott lästerst? Denn wenn einer, der schwer leidet, in seinem Schmerz ein ungutes und böses Wort von sich gibt, ist das verständlich und verdient eine gewisse Entschuldigung. Doch wer ohne zu leiden Gott lästert und seine Seele ruiniert, welche Entschuldigung verdient er?
  
Warum die Menschen Reichtum begehren
Warum, o Mensch, scheint dir, der Reichtum sei eine erstrebenswerte Sache? Unzweifelhaft deshalb, weil du Gefallen findest an den Tafelfreuden, an den Ehrbezeigungen und Schmeicheleien jener, die dir um deines Geldes willen zu Diensten sind, an der Macht, die er dir gibt, dich zu rächen an denen, die dich gekränkt haben, sowie daran, dass alle dich fürchten. Denn etwas anderes als diese Gründe – Genuß, Schmeichelei, Einschüchterung und Rache – kannst du  nicht vorbringen, verhilft doch der Reichtum weder zu größerer Weisheit noch zu mehr Besonnenheit, noch auch vermag er der Seele ein Mehr an Güte oder Menschenliebe oder an irgendeiner anderen Tugend zu verschaffen und einzupflanzen. Und nicht nur kann der Reichtum keines jener wahren Güter verschaffen oder kultivieren, sondern wenn er in der Seele einige Tugenden vorfindet, entwurzelt und verdirbt er sie sogar und pflanzt an ihrer Stelle die entsprechenden Laster ein. Über diese aber wollen wir jetzt nicht reden, ertragen es doch diejenigen, die dieser Krankheit erlegen sind, auch gar nicht, etwas darüber anzuhören, denn als Menschen des Genusses sind sie diesem versklavt, von ihm zugleich bloßgestellt und beschämt. 
Sag mir mithin, ist es nicht so, dass ihr den Reichtum deshalb liebt und ihn für   erkämpfenswert haltet, weil er die elendesten Leidenschaften unserer Seele nährt, den Zorn zum Zug bringt und die Seifenblasen der Ruhmsucht aufbläht bis zum Irrsinn? Aus eben diesem Grund ist es notwendig, ihn ein für allemal zu fliehen, weil er sonst in unserem Denken gewisse wilde und gefährliche Raubtiere ansiedelt, die uns von aller Ehre entblößen werden. Denn indem er die Unehre als Ehre präsentiert, gelingt es ihm, dich zu täuschen, so wie häßliche Dirnen mit Zierrat und Schminke ihre Häßlichkeit überdecken und eine Schönheit vortäuschen, die sie nicht haben. So auch gibt sich der Reichtum den Anschein einer Ehre, die in Wirklichkeit Unehre ist.  
Nichtigkeit und Gefährlichkeit des Reichtums –
das Beispiel des Eutropios
  
Deshalb, o Reicher,  achte nicht auf die schönen und schmeichelhaften Worte, die man dir im Offenen sagt aus Furcht oder aus Eigennutz. Sondern öffne das verborgene Gewissen eines jeden derjenigen, die dich umschmeicheln, und du wirst sehen, dass Tausende dich innerlich anklagen, beschimpfen, verpönen und hassen, mehr als deine schlimmsten Feinde. Und sollte auf Grund veränderter Umstände diese durch die Furcht gefertigte Maske fallen, so wie jene geschminkten Gesichter im hellen Sonnenlicht ihre Häßlichkeit offenbaren, wirst du klar erkennen, dass du in all den Jahren bei denen, die dich umschwärmten, in letzter Unehre warst. Du glaubtest, geehrt zu sein von solchen, die dich in Wirklichkeit haßten und dich in größter Not zu sehen wünschten.  
So nichtig, kurzlebig und vergänglich wie der Mensch ist auch der Reichtum. Genauer gesagt, der Reichtum ist all das noch mehr. Zugleich aber ist er auch schwächer, denn oftmals endet er nicht nur mit dem Menschen zusammen, sondern noch vor ihm. Ihr selbst hier seid alle wie Tausende von Beispielen. Ihr habt das vorzeitige Ende des Reichtums erfahren.  Der den Besitz hatte, lebt noch, doch der Besitz ist dahin. Und wäre es nur der Besitz allein, der zugrunde geht, statt auch den Besitzenden mit sich in den Abgrund zu reißen!  Deshalb würde einer nicht sündigen, wenn er sagte, dass der Reichtum ein undankbarer Sklave ist, ein blutgieriger und menschenmordender Sklave, ein rachsüchtiger Sklave, der seinem Meister mit Totschlag vergilt.  
Und was schlimmer ist – nicht erst dann, wenn er ihm entläuft, umgibt er ihn mit Gefahren, sondern vorher schon bringt er ihn in Unruhe und Aufruhr. Wer war höher aufgestiegen als Eutropios?[2] Übertraf er nicht die ganze Welt an Reichtum? Erklomm er  nicht die Gipfel der öffentlichen Würden?  Zitterten nicht alle vor ihm in Furcht? Doch seht, er ist elender geworden als jene, die im Gefängnis sitzen, bedauernswerter als die Sklaven und ärmer als die vom Hunger verzehrten Bettler, denn jeden Tag sieht er gezückte Schwerter vor sich, den Abgrund und Scharfrichter und das Abgeführtwerden zum Tod. Und er weiß nicht mehr, ob er je all jene Freuden genossen hat, ja nicht einmal den Sonnenstrahl nimmt er mehr wahr, sondern am hellen Mittag sind seine Augen wie erblindet, als wäre er umgeben von der finstersten Nacht.
 Doch wie sehr wir uns auch bemühen, es ist uns nicht möglich, mit Worten die Drangsal zu schildern, die dieser natürlicherweise erduldet, da er zu jeder Stunde erwartet, niedergemetzelt zu werden. Doch was bedarf es der Worte, wo doch er selbst uns all das wie in einem Bild vor Augen führt? Denn sein Gesicht ist nicht anders als das eines Toten. Seine Zähne schlagen aneinander, er zittert am ganzen Leib, seine Stimme ist gebrochen, die Zunge stammelt. Sein ganzes Aussehen ist so, wie es seiner versteinerten Seele entspricht.  
Sagte ich dir nicht immer wieder, dass der Reichtum ein entlaufener Sklave ist? Doch du hörtest uns nicht an. Sagte ich dir nicht, dass er ein undankbarer Hausgenosse ist. Doch du wolltest dich nicht überzeugen lassen. Nun sieh, aus dem Lauf der Dinge hat sich erwiesen, dass er nicht nur ein entlaufener Sklave  und undankbarer Hausgenosse ist, sondern auch ein Menschenmörder. Denn er ist es, der dich nun soweit gebracht hat, dass du zitterst und um dein Leben fürchtest. Sagte ich dir nicht, als du mich ständig rügtest, weil ich die Wahrheit sagte, dass ich dich mehr liebe als die Schmeichler? Dass ich, der ich dich tadle, mir mehr Sorgen mache um dich als jene, die dir Gefälligkeiten sagen? 
Und fügte ich diesen Worten nicht bei, dass Verwundungen seitens von Freunden  glaubwürdiger sind als berechnende Küsse von Feinden (Spr 27,6)? Hättest du meine Verwundungen angenommen, würden dir die Küsse jener Leute nicht diesen Tod hier bereitet haben, denn meine Verwundungen verhelfen zur Gesundheit, deren Küsse aber legten den Grund zu unheilbarer Krankheit. Und woher kommt solches? Daher, dass wir uns nicht die Wechselhaftigkeit der menschlichen Angelegenheiten vor Augen halten. Denn auch dieser hier, hätte er den Wechsel gefürchtet, würde denselben nicht erlitten haben. Doch weil er sich weder von sich aus bessern wollte, noch auch auf die Vorhaltungen anderer hin, mußte er die Belehrung der Worte durch  die Erfahrung der Ereignisse erdulden.

Der hl. Johannes Chrysostomos und die Reichen
Von jeher sage ich, dass der Reichtum jene verrät, die schlechten Gebrauch machen davon, und nun ist die Zeit gekommen, wo sich die  Wahrheit dessen durch die Ereignisse erwiesen hat. Was hängst du am Reichtum, wo er doch eine Versuchung ist, die dir nicht zum Wohl gereicht? Ist er mächtig, dir zu helfen, wenn du in Not gerätst, dann behalte ihn. Verschwindet er aber gerade dann, was klammerst du dich daran? 
Dies sage ich und werde nicht aufhören, es zu sagen, obwohl viele uns deswegen anklagen. „Ständig legt er sich mit den Reichen an“, sagen sie. Doch nicht mit den Reichen als solchen lege ich mich an, sondern mit denen unter ihnen, die schlechten Gebrauch machen von ihrem Reichtum. Ich wiederhole: Nicht den Reichen klage ich an, sondern den Räuber. Eines ist der Reiche, etwas anderes der Räuber.  Unterscheidet die Dinge, vermischt nicht, was sich nicht vermischen läßt. Bist du reich? Ich verbiete es nicht. Raubst du? Ich klage an. Hast du das deinige? Freue dich daran. Nimmst du Fremdes? Ich schweige nicht. Willst du mich steinigen? Ich bin bereit, sogar mein Blut zu vergießen, wenn ich nur deine Sünde verhindere. Der Haß kümmert mich nicht. Der Krieg kümmert mich nicht. Eines nur kümmert mich – der Fortschritt jener, die zuhören.  
So wie die Armen meine Kinder sind, sind auch die Reichen meine Kinder. Derselbe Schoß hat Wehen gelitten für beide, und mit denselben Wehen habe ich beide geboren. Wer will, steinige mich. Wer will, hasse mich. Wer will, intrigiere gegen mich. Hinterlegte Kränze sind für mich die Intrigen und viele Kampfpreise die Verwundungen.  Ich fürchte mich nicht vor Nachstellungen. Eines nur fürchte ich: die Sünde. Keiner soll mir etwas vorwerfen können, möge die ganze Welt mich bekriegen.
Wer seinen Reichtum behalten will,
der verteile ihn an die Armen
Begreift ihr die Nichtigkeit der menschlichen Angelegenheiten?  Erkennt ihr das Verhängnis der Macht? Seht ihr, dass der Reichtum ein Verräter ist? 
Ein Verräter mithin ist der Reichtum, ein entlaufener Sklave, wie ich immer wieder sage, und ein Menschenmörder dazu. Wo du es nicht erwartest, dort entläuft er dir, verläßt dich und zerstört dich. Willst du ihn wirklich behalten? Dann vergrab ihn nicht, sondern verteil ihn an die Armen! Ein Untier ist der Reichtum. Hältst du ihn zurück, flieht er. Verteilst du ihn, bleibt er. Verteile ihn, damit er bleibe. Vergrab ihn nicht, damit er dir nicht entlaufe.  
„Wo ist euer Reichtum?“ – möchte ich jene fragen, die ihn hatten und verloren. Ich sage das nicht etwa in der Absicht, sie zu verspotten, Gott bewahre! Noch auch, um Wunden aufzureißen, sondern damit ihr Schiffbruch zum Hafen eurer Rettung werde. 
Denn der Reiche von heute wird der Arme von morgen sein. Deshalb habe ich oftmals gelacht, wenn ich in letztwilligen Verfügungen las: „Der und der habe das Eigentum an den Äckern oder am Haus, den Nießbrauch aber habe ein anderer.“ Denn alle haben wir zwar den Nießbrauch, doch das Eigentum hat keiner. Selbst wenn der Reichtum unser Leben lang ohne Veränderung bleibt, wenn wir sterben, überlassen wir ihn anderen, ob wir es wollen oder nicht. Den Nießbrauch daran hatten wir einige Jahre lang, doch nicht das Eigentum, denn nackt und besitzlos ziehen wir aus ins andere Leben. 
Daran zeigt sich, dass wahrhaftig Eigentümer des Reichtums jener ist, der sogar noch den Nießbrauch verachtet und die Genüsse verlacht. Denn wer seine Habe von sich wirft und sie den Armen übergibt, macht davon Gebrauch, wie es sich gehört, und verläßt dieses Leben als wahrhaft Reicher.
 Will einer mithin sowohl den Besitz als auch den Nießbrauch und das Eigentum haben, so entledige er sich aller Dinge, die er hat. Wer dies nicht jetzt tut, wird es unweigerlich an seinem letzten Tag tun müssen, und oftmals verliert er sie schon vorher, unter tausend Schmerzen und Gefahren. Und das Schlimme daran ist nicht nur, dass die Veränderung geschieht und zwar massiv, sondern außerdem, dass der Reiche unfreiwillig und unvorbereitet hinüberwechselt in den Zustand, wo er Not ertragen muß.
Warum hast du so viele Diener?
Warum also betrachtest du jemanden seines Reichtums wegen als beneidenswert und preist ihn selig für das, was er hat, und bist eifersüchtig darauf? Worin ist denn der Reiche verschieden vom Armen? Ist nicht auch er nur von einem einzigen Körper umhüllt? Ernährt nicht auch er nur einen einzigen Magen? Warum also hast du so viele Diener? Denn so wie sich einer mit einem einzigen Gewand und mit einer einzigen Mahlzeit begnügen soll, soll er es auch mit den Dienern halten. Ein Meister soll sich begnügen mit einem einzigen Diener, und wo es geht, sollen sich zwei drei Meister einen einzigen Diener teilen. Scheint dir das aber schwer, dann denk an jene, die überhaupt keinen Diener haben und auf einfachere Weise zum Ziel gelangen, denn deshalb hat uns Gott ja Hände und Füße gegeben – damit wir keine Diener brauchen.  
Nicht der Notwendigkeit wegen nämlich ist der Stand der Diener eingeführt worden, denn ist einer auch Sklave, wurde er doch mit Adam zusammen erschaffen. Sondern der Sünde und des Ungehorsams Lohn und Strafe ist solches. Ist es aber unentbehrlich, Diener zu haben, so soll man nur einen einzigen haben oder höchstens zwei. Denn was nützt dir die Vielzahl von Dienern und das Stolzieren mit solcher Eskorte auf den Marktplätzen? Wanderst du etwa inmitten von Raubtieren, dass sie jene wegtreiben müssen, denen du begegnest?  Fürchte dich nicht, keiner von denen, die dir nahe kommen und neben dir hergehen, wird dich beißen.
Oder empfindest du es gar als Entehrung, zusammen mit allen anderen dahinzuschreiten? Was ist das für ein Wahnsinn, dass man das Pferd in nächster Nähe nicht als Entehrung empfindet, wohl aber den Menschen, wenn dieser nicht viele Stadien entfernt ist? Gibt es eine schlimmere Vernunftlosigkeit als die, Menschen wegzutreiben und zu verjagen, damit das vernunftlose Tier auf weitem freiem Platz durchziehen kann?
In Seiner weisen Vorsehung  hat Gott die Dinge so gefügt, dass jeder den anderen nötig hat, und wäre einer auch der Reichste von allen Menschen, ist er doch dieser wechselseitigen Abhängigkeit und der Bindung selbst an den Ärmsten nicht enthoben. Denn es ist nicht so, dass nur die Armen die Reichen nötig hatten, sondern  auch die Reichen haben die Armen nötig, und dies sogar in noch größerem Maß, als jene die Reichen nötig haben.
 
Zwei Städte – ein Gleichnis zur Veranschaulichung
der Abhängigkeit der Reichen von den Armen
Damit euch das anschaulicher werde, laßt uns, wenn ihr wollt, zwei Städte bauen: eine für die Reichen allein und eine für die Armen. Und weder soll es in der Stadt der Reichen einen Armen geben, noch in der Stadt der Armen einen Reichen. Betrachten wir nun, welche der beiden Städte besser in der Lage ist, ihre Bedürfnisse zu decken.
In der ersten der beiden Städte, jener der Wohlhabenden, gibt es keine Handwerker – weder Baumeister noch Maurer, weder Zimmermann noch Schuhmacher, weder Bäcker noch Ackerbauer, weder Schmied noch Seiler usw., nichts von alledem. Denn welcher Reiche würde sich herablassen, irgendeinen dieser Berufe auszuüben, wo doch selbst jene, die sie ausüben, die damit verbundenen Anstrengungen nicht mehr ertragen wollen, sobald sie zu Wohlstand gelangt sind?  Wie also wird sich diese Stadt erhalten? Selbstverständlich, so wird man sagen, indem die Reichen Geld geben, damit die Armen diese Arbeit tun, denn diese müssen ja auch einen Nutzen haben von ihrer Arbeit. Wie aber werden sie die Arbeit tun, wenn man sie nicht in jene Stadt holt und dort wohnen läßt? Also müssen wir das Gesetz, das wir eingangs setzten, aufheben und die Handwerker in die Stadt rufen, damit sie dort wohnen und ihre Arbeit tun.
Betrachten wir nun auch die andere Stadt, jene der Armen, ob etwa auch sie in Not ist, weil ihr die Reichen fehlen. Eingangs legten wir fest, dass es dort keinen Reichen gibt und keinen Reichtum, weder Gold, Silber und Edelsteine noch Gewänder aus Seide, Purpur, Goldgewirktes und dergleichen. Was also? Sag mir, ist die Stadt deswegen in Not?  Keineswegs. Denn um Häuser zu bauen, Eisen zu schmieden, Kleider zu weben, sind nicht Gold und Silber oder Perlen nötig, sondern Fertigkeit und Hände. Und wo es um Ackerbau geht und das Umgraben des Bodens, was braucht es dazu: die Reichen oder die Armen? Jedermann ist klar, dass es dazu die Armen braucht. Wozu also sind in dieser Stadt die Reichen nötig? Zu nichts, es sei denn, man wünsche die Stadt zugrunde zu richten.
Aller Reichtum dieser Welt
ist nicht einmal drei Groschen wert
Ja, unnütz sind die Reichen, unnütz, außer wenn sie barmherzig und mildtätig sind. Doch leider zeichnen sich nur wenige Reiche, sehr wenige, durch ihre Mildtätigkeit aus. Die meisten sind versunken in Eigenliebe, Herzlosigkeit und Sünde. Deshalb beneide sie nicht. Wenn du einen siehst, der äußerlich brillant daherkommt an Gewändern und Eskorte, decke sein Gewissen  auf, und du wirst darin viel Staub finden.
Halte dir Paulus vor Augen, oder Petrus. Halte dir Johannes [den Vorläufer] vor Augen, Elias und allen voran den Sohn Gottes, Der nicht hatte, wohin Er das Haupt hätte legen können (Mt 8,20)! Seine Armut ahme nach und jene Seiner Diener und male dir ihren unaussprechlichen Reichtum aus. Erblicktest du auch nur ein wenig davon, wärst du geblendet.
Und abermals, sollte es geschehen, dass ein heftiger Sturm hereinbricht und einen Schiffbruch bewirkt, dann denk an das Wort Christi, demzufolge es unmöglich ist für einen Reichen, einzugehen in das Reich der Himmel (s. Lk 18,24-25). Diesem göttlichen Ausspruch stell die hohen Berge, die ganze Erde und das Meer gegenüber, alles, was Gold heißt hienieden, und erkenne, dass nichts den Verlust aufzuwiegen vermag, der dir aus solchem Besitz erwächst.
Selbst wenn einem jeden der Reichen unter euch eine ganze Welt gehörte und jeder ebensoviele Menschen zu seinen Diensten hätte wie es Bewohner gibt auf dem Festland, auf den Meeren und in der ganzen Welt, und ein jeder von ihnen Land und Meer und alle Bauten und Städte und Völker überall besäße, und wenn für sie alle Quellen überall statt Wasser Gold hervorströmen ließen, so wäre doch all dieser Reichtum, würde ich sagen, nicht einmal drei Groschen wert, da sie ja deswegen das Reich der Himmel verlieren.
Sag mir, wenn der König dich in seinen Palast rufen und dich neben seinen Thron setzen und vor seinem ganzen Hofstaat mit ehrenden Worten zu dir reden und dich an seine Tafel laden würde, damit du die königlichen Speisen kostest, würdest du dich da nicht als den glücklichsten aller Menschen fühlen? Jetzt aber, wo du gerufen bist, in den Himmel hinaufzusteigen und vor dem himmlischen König aller zu erscheinen, zu strahlen wie die Engel und teilhaftig zu werden jener unzugänglichen Herrlichkeit, da zauderst du, das Geld zu verachten, wo du doch vor Freude hüpfen und jubeln und fliegen solltest, selbst wenn du hiefür dein Leben hingeben müßtest?
Wenn es darum geht, dir eine vergängliche offizielle Position zu ergattern, die dir Gelegenheiten gibt zu Diebstählen – denn nicht Gewinn nenne ich solches -,  da bist  du zu allem bereit, opferst Vermögen, leihst dir bei anderen und zögerst nicht einmal, Frau und Kinder auszuliefern, wenn es sein muß. Nun aber, wo du das Reich der Himmel vor dir hast, dessen kein Ende ist, da bist du schlaff und sitzt da mit offenem Mund, wie hypnotisiert vom Geld?
Wehe, welche Unempfindsamkeit! So erhabene Dinge sind uns verheißen, und wir kleben am Irdischen und bemerken das böse Werk des Teufels nicht einmal, der uns durch das Geringe das Große raubt! Er gibt uns Lehm, um uns den Himmel zu entreißen. Er zeigt uns Schatten, um uns wegzuführen vom Licht. Er lockt uns in den Trug, um uns der Wahrheit zu entblößen.  Er täuscht uns mit Träumen – denn ein leerer Traum ist der Reichtum dieser Welt -, damit wir am Tag unseres Hingangs ärmer seien als die Armen.
Gibt es einen schlimmeren Feind, einen hartnäckigeren und unersättlicheren Gegner als den Reichtum, der uns noch zu Lebzeiten die Seele raubt und nach dem Tod auch den Körper entehrt, leidet er doch nicht, unter der Erde verborgen zu bleiben.....[3]
Der Reichtum der Armut
Glauben wir daher nicht, der Reichtum sei ein großes Gut. Ein großes Gut ist nicht, Besitz zu erwerben, sondern Gottesfurcht zu erwerben. Schau her - ist einer gerecht und hat deshalb viel Freimut vor Gott, so genügt ihm das, um Schlimmes abzuwenden, selbst wenn er der bedürftigste der Menschen ist. Er braucht nur seine Hände zum Himmel zu erheben und Gott anzurufen, und schon hat sich die dunkle Wolke verzogen. Doch wieviel Gold einer auch hinterlegt haben mag, es ist unnützer als Lehm zur Abwendung drohenden Unheils. Und nicht nur bei solchen Gefahren, sondern auch wenn Krankheit oder Tod eintritt, oder anderes dieser Art, da wird die Ohnmacht des Geldes offenbar, vermag es doch den Betroffenen keinerlei Trost zu verschaffen. Was nützt es nun den Reichen, denen, die Zinsen und Zinseszinsen anhäufen, die anderen das ihrige wegnehmen und unersättlich zusammenraffen?
Habt ihr das Wort des Petrus gehört, das die Armut als Mutter des Reichtums aufzeigt, die nichts Habende als Wohlhabender als jene, die mit Diademen bekränzt sind? Denn jene, die nichts hatte, auferweckte gar noch Tote,  heilte Lahme, trieb Dämonen aus und schenkte das, wozu die in Purpur Gekleideten und mächtige Heere Anführenden niemals zu verhelfen vermochten. Was ist dies Wort? „Silber und Gold habe ich nicht“ (Apg 3,6).[4] Gibt es etwas Tugendvolleres als diesen Ausspruch? Welche Seligkeit, welchen Reichtum birgt er! Andere brüsten sich mit dem Gegenteil und sagen voller Stolz: „Ich habe soundso viel Goldtalente, soundso viele Hektar Land, soundsoviele Sklaven.“ Petrus aber, der absolut nichts zu eigen hat, ist von der Armut keineswegs niedergedrückt, sondern  vielmehr geschmückt.
Das ist es, was es bedeutet, nichts zu haben und alles zu besitzen (2 Kor 6,10). Doch wenn wir alles haben, werden wir von allem entblößt. Wer das Seinige als allen gemeinsam gehörend betrachtet und nichts als sein eigen, der macht rechten Gebrauch vom eigenen, und benutzt das allen Gemeinsame  und empfängt von den anderen, was er braucht, und so besitzt er alles. Derjenige aber, der sich absondert von den anderen und sich an das Seinige klammert, ohne irgend jemandem etwas zu geben, der empfängt auch nichts und ist in Wirklichkeit gar nicht Herr über das Seinige, wird  es doch letztlich an die  Diebe, die Gläubiger und die Erben fallen.
Verteile mithin das Deinige, damit du vom Fremden Gebrauch machen kannst wie von deinem eigenen. Denn geradeso wie einer, der seiner üblen Taten wegen vom Gewissen geplagt wird, in einem elenderen Zustand ist als alle, die im Elend sind, selbst wenn er in Besitztümern schwimmt,  so ist derjenige, der ein reines Gewissen hat, froher als jene, die in jedwelchen Genüssen schwelgen, selbst wenn er in Lumpen einhergeht und mit dem Hunger kämpft.
 
Leih dem Armen nicht gegen Zinsen
Wenn du mithin Geld hast, dann um Armut zu lindern, und nicht um Geschäfte zu machen mit der Armut. Wenn du deinem armen Mitmenschen Geld leihst gegen Zinsen, bereitest du ihm unter dem Vorwand der Hilfe noch größeres Elend. Leihe ihm, ich verbiete es dir nicht, doch tu’ es um des Reichs der Himmel willen. Als Gegenleistung für deine Hilfe verlang nicht Zinsen, sondern empfange das ewige Leben.
Warum bist du so armselig und elend und kleinlich und verlierst etwas so Großes um ein wenig Geldes willen, das du doch bald wieder hingeben wirst? Warum verläßt du Gott  und jagst irdischen Gewinnen nach? Warum übergehst du den reichen Herrn und verfolgst den Menschen, der nichts hat? Warum mißachtest du Den, Der dir jede deiner Wohltaten zu vergelten begehrt, und bedrückst den, der dir unter Seufzen zurückgibt, was du ihm geliehen hast? Mit Mühe erstattet er dir einen Hundertstel deines Darlehens zurück, Gott aber vergilt dir deine Wohltat hundertfach  und schenkt dir überdies die Unsterblichkeit. Jener vergilt dir mit bitteren Worten und Ärger, Gott aber mit Lob und Anerkennung. Jener schadet dir mit negativen Gefühlen, Gott aber flicht dir mit Liebe Kränze der Herrlichkeit. Jener gibt dir widerwillig zurück, was er dir schuldet, Gott aber schenkt dir bereitwillig in diesem Leben und im anderen, was Er dir nicht schuldet.
Ist nicht das die letzte Torheit, dass einer nicht erkennt, wo der wirkliche Gewinn liegt? Will einer zu Geld kommen, soll er es gemäß der Ordnung der Meister tun und nicht gemäß der Ordnung der Sklaven, das heißt so, dass er herrscht darüber, statt beherrscht zu werden davon. Denn dazu ist das Geld da, dass es diene zur Erfüllung der Bedürfnisse, und nicht dazu, dass es uns zum Gefängnis werde. Es aufzubewahren ist des Sklaven Sache, doch es auszugeben und darüber zu herrschen ist Sache des Meisters.
 
Es gibt keinen größeren Toren
als den Sklaven des Geldes
Es gibt keinen größeren Toren als den Sklaven des Geldes. Er meint, er herrsche, während er in Wirklichkeit beherrscht wird. Er hat sich versklavt und wähnt sich als Meister. Da er sich selbst in Fesseln gelegt hat, frohlockt er in der Meinung, alles in der Hand zu haben. Und da er sieht, wie sich ein wütender Hund auf seine Seele stürzt, füttert er ihn mit immer mehr Nahrung, sodass er ständig wilder und aggressiver wird, statt ihn anzubinden und auszuhungern.
Glaub ja nicht, dass du durch das Anhäufen von viel Besitz auch wahres Glück erlangst. Dieses erlangst du vielmehr, indem du nicht reich werden willst. Denn wenn du dem Reichtum nachjagst, wirst du nie aufhören, geplagt zu sein. Das Verlangen nach Reichtum ist etwas, das niemals Befriedigung findet. Je länger du auf diesem Weg wanderst, in desto weitere Ferne rückt das Ziel. Denn je mehr du begehrst, desto mehr wächst das Verlangen nach noch mehr. Es ist wie beim Durst. Du trinkst und trinkst und je mehr du trinkst, desto mehr wächst der Durst, und könntest du auch alle Quellen leertrinken, der Durst läßt sich nicht löschen.
Wenn du einen Gefangenen siehst, der mit Ketten gefesselt ist an Hals und Händen und oftmals auch an den Füssen, bist du erschüttert. Desgleichen, wenn du einen Reichen siehst, der umgeben ist von einer Unzahl Güter, glaub nicht etwa, dass er deswegen reich ist, sondern begreife, dass er vielmehr im Elend ist, denn zusammen mit diesen Fesseln hat er auch einen schlimmen Gefängniswärter, die böse Liebe zum Geld, die nicht zuläßt, dass er sich befreit aus diesem Kerker, sondern ihm tausenderlei Fuß- und Handfesseln und eiserne Türen und Riegel schafft und ihn in den innersten Teil des Gefängnisses sperrt und ihn zwingt, Genuß zu finden an diesen Fesseln, damit ihm keinerlei Hoffnung bleibe auf Erlösung von den kommenden Übeln.
Wahrlich, der Arme sehnt sich nicht so sehr nach dem Unerläßlichen wie der Reiche nach dem Überflüssigen. Der Arme hat nicht so großen Hang zur Anwendung von Hinterlist wie der Reiche die Macht dazu hat. Denn da dieser die Macht hat, zu tun, was er will, tut er es auch, und es liegt auf der Hand, dass er ständig nach mehr strebt.
Doch Gott hat dich reich gemacht, damit du denen hilfst, die in Not sind, sodass du durch die Mildtätigkeit Vergebung erlangst für deine Sünden. Er hat dir Geld verschafft, nicht damit du es hortest zu deinem Verderben, sondern damit du es verteilst zu deiner Rettung. Aus diesem Grund auch hat Er die Dinge so gefügt, dass der Besitz von Reichtum unsicher ist und unbeständig, um die Habsucht zu zügeln. Denn wenn die Reichen jetzt, wo die Bewahrung des Reichtums unsicher ist und sie sich so vielen Bedrohungen ausgesetzt sehen, in solchem Maß danach lechzen, was würden sie nicht alles tun, vor welchen Untaten würden sie zurückschrecken, wenn dieser Besitz gesichert und unverlierbar wäre!
Der Mantel des Elias
Sag mir, wer war ärmer als der Prophet Elias? Doch gerade dadurch besiegte er alle Reichen, denn kraft seines reichen Geistes erkannte er den Reichtum der Armut und erachtete allen materiellen Reichtum für geringer als die Hochherzigkeit und nicht des Erwähnens wert im Vergleich zur wahren Weisheit, die er besaß. Denn hätte er das Irdische für erstrebenswert gehalten, würde er sich nicht begnügt haben  mit einem Mantel als alleinigem Besitz. Doch er hatte die Nichtigkeit alles Materiellen so gründlich erkannt, dass er selbst Gold wie hingeworfenen Lehm betrachtete. Deshalb wurde selbst der König zum Armen vor jenem Armen und hing an den Lippen dessen, der nichts besaß, jener König, der soviel Gold sein eigen nannte (s. 3 Kön 17,1ff)! Soviel herrlicher als der königliche Purpur war jener Asketenmantel, soviel prächtiger als der Königspalast die Höhle des Gerechten! Deshalb hinterließ der Prophet, als er in den Himmel entrückt wurde, seinem Jünger nichts weiter als jenen Mantel, indem er sagte: „Mit diesem kämpfte ich gegen den Teufel. Nimm ihn und wappne auch du dich  gegen jenen. Denn eine mächtige Waffe ist die Besitzlosigkeit und eine uneinnehmbare Zuflucht.“ Und Elisäos nahm den Mantel entgegen als ein überaus erhabenes Erbe. Es war in der Tat ein überaus erhabenes Erbe, kostbarer als alles Gold dieser Welt. Und so [durch die doppelte Gnadengabe, s. 4 Kön 2,9] wurde Elisäos zu einem zweifachen Elias – zum Propheten und zum Wundertäter.
Ich weiß, dass ihr jenen Gerechten seligpreist und dass jeder von euch sein möchte wie er. Was werdet ihr sagen, wenn ich euch zeige, dass wir alle etwas noch weit Kostbareres empfangen haben als jener? Denn Elias hinterließ dem Jünger einen Mantel. Doch der Sohn Gottes, als Er in den Himmel hinaufstieg, hinterließ uns Sein Fleisch.
 
Gott loben im Unglück bringt größten Gewinn –
das Beispiel Hiobs
Wenn wir mithin Besitztümer verlieren, regen wir uns nicht auf, sondern sagen wir vielmehr: „Gelobt sei Gott, nun werden wir weit größeren Reichtum finden.“ So großen Nutzen wie durch dieses Wort werden wir selbst dann nicht erlangen, wenn wir unser Vermögen für die Bedürftigen aufwenden, allenthalben Arme aufspüren, um ihnen zu helfen, und mit unserem Geld die Armen speisen. Denn auch Hiob  bewundere ich nicht so sehr deshalb, weil er sein Haus den Armen offenhielt, sondern weil er den Verlust von allem mit Danksagung und Lobpreis Gottes hinnahm.
Derjenige, der im Unglück aufrichtig und ohne Murren wie Hiob sagen kann: „Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen“ (Hiob 1,21), der wird allein auf Grund dieses Worts als Gerechter erfunden werden zusammen mit Hiob und seinen Platz bei Abraham empfangen.
Wenn dir also der Teufel, sei es durch die Hand von Dieben, sei es vermittels irgendwelcher anderer, dein Gold wegnimmt, dann preise den Herrn, und so hast du bereits mehr gewonnen als verloren und dem Widersacher eine doppelte Wunde beigefügt, nämlich zum einen, weil du dich nicht betrübtest, und zum anderen, weil du  darüber hinaus noch Gott danktest. Sieht aber der Teufel, dass du dich betrübst über den Verlust von Reichtum und dazu noch haderst mit Gott, wird er niemals aufhören, dir ähnliche Prüfungen zu bereiten. Sieht er jedoch, dass du den fürsorgenden Gott keineswegs lästerst, sondern Ihm vielmehr dankst für alle Widrigkeiten, wird er sogleich aufhören, dir Prüfungen zu bereiten, in der Erkenntnis, dass diese dir nur zum Anlaß werden für Danksagungen und dass er dir damit nur noch prächtigere Kränze verschafft. So geschah es auch im Falle Hiobs, denn auf Grund seiner Geduld und Tapferkeit im Angesicht des Verlusts von allem und des Verfalls des Körpers wagte sich der Teufel  nicht mehr an ihn heran, sondern machte sich, kläglich und schimpflich unterlegen, aus dem Staub, nachdem er dem Athleten Gottes zu noch größerem Glanz verholfen hatte. Hiob aber erhielt  alles zurück, was er verloren hatte, und zwar doppelt.
Du selbst nun wirst alles nicht doppelt, nicht dreifach, sondern hundertfach zurückempfangen, wenn du tapfer bist, und das ewige Leben erben. Möge dies uns allen zuteil werden, durch die Gnade und Menschenliebe unseres Herrn, Jesus Christus, Dem die Herrlichkeit und die Herrschaft gehören in die Ewen der Ewen. Amen.
  
Quelle: www.prodromos-verlag.de


[1] Griech. Urtext unter dem Titel Περί πλούτου και πενίας in PG 63, S. 637ff. Εs handelt sich um eine Zusammenstellung aus verschiedenen Homilien des hl. Johannes Chrysostomos, Erzbischof  von Konstantinopel (344-407, s. Das Synaxarion am 13. November). Dt. Übersetzung  (leicht gekürzt) vom Kloster des Hl. Johannes des Vorläufers, Chania  2011.
[2] Das Folgende ist ein Ausschnitt aus der Homilie „An Eutropios“.
[3] Hier folgt im griech. Text der PG ein längerer Passus über die Schändungen von Gräbern reicher Leute,  wie  sie in früheren Zeiten oft vorkamen. Dieser Passus wurde in der Übersetzung ausgelassen.
[4] Es handelt sich um die Begebenheit der Heilung des Lahmgeborenen, der am Tempeleingang lag und Petrus und Johannes, die hineingehen wollten, um zu beten, um Almosen bat. Da gab ihm Petrus diese Antwort: „Silber und Gold habe ich nicht, doch was ich habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi des Nazoräers, steh auf und geh“, und der Lahmgeborene stand auf und ging umher und war von da an geheilt.

http://www.impantokratoros.gr/E6D01CB1.de.aspx

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