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ΟΜΙΛΙΑ ΖΩΝΤΑΝΑ ΑΠΟ ΤΗΝ Ι. Μ. ΑΓ. ΤΡΙΑΔΑΣ ΕΔΕΣΣΑΣ

ΟΜΙΛΙΑ ΖΩΝΤΑΝΑ ΑΠΟ ΤΗΝ Ι. Μ. ΑΓ. ΤΡΙΑΔΑΣ ΕΔΕΣΣΑΣ

Δευτέρα, 24 Ιουνίου 2013

Über die Metanie

 Über die Metanie
Hl. Kyrillos von Jerusalem
 Über die Metanie [1]
Quelle:http://www.prodromos-verlag.de/
Das große Übel der Sünde - woher es kommt
1. Eine schlimme Sache ist die Sünde,  eine höchst gefährliche Krankheit der Seele die Widersetzlichkeit gegen das göttliche Gesetz,  schneidet sie derselben doch den Lebensnerv ab und  liefert sie dem ewigen Feuer aus. Sie ist jedoch ein selbst-gewolltes Übel, ein Sproß der eigenen Wahl. Dass wir aus eigenem Willen sündigen, sagt irgendwo mit aller Deutlichkeit der Prophet: "Ich pflanzte dich als fruchtbaren und zur Gänze wahren Weinstock. Wie hast du dich zu Bitterkeit gewandelt  und bist zum fremden Weinstock geworden?"  (Jer 2,21).

Das Gepflanzte ist gut, die Frucht des eigenen Willens aber schlecht. Ursache ist nicht Derjenige, Der gepflanzt hat, sondern der Weinstock selbst, der zum Guten gepflanzt wurde, aber aus eigenem Wollen Frucht zum Unheil brachte, weshalb er im Feuer verbrannt werden wird.  "Gott machte den Menschen als rechtschaffenes Wesen", wie der Ekklesiast sagt, "jene aber suchten viele Entschuldigungen" (Koh 7,29). Und der Apostel sagt: "Sein Geschöpf sind wir, erschaffen zu guten Werken" (Eph 2,10). Der Schöpfer mithin, Der gut ist, erschuf zu guten Werken, doch das Geschöpf wandte sich aus eigener Wahl zur Bosheit.
Ein schlimmes Übel mithin ist, wie schon gesagt, die Sünde, doch nicht ein unheilbares. Schlimm für den, der daran festhält, doch leicht zu heilen für den, der sie ablegt kraft der Metanie. Nehmen wir an, jemand hält Feuersglut in seiner Hand. Solange er die Glutkohle festhält, verbrennt sie ihn. Doch sobald er sie wegwirft, hört sie auf, ihn zu  verbrennen. Glaubt aber einer, die Sünde verbrenne ihn nicht, so sagt die Heilige Schrift zu ihm: "Kann denn einer Glutkohle in seinem Busen tragen, ohne dass seine Kleider verbrennen?" (Spr 6,27). Die Sünde verbrennt in der Tat den Lebensnerv der Seele, zerbricht die noetischen Knochen des Geistes und verfinstert des Herzens Licht.
2.  Vielleicht wird nun jemand fragen: "Aber was ist sie denn, die Sünde? Ist sie ein Lebewesen? Ein Engel? Ein Dämon? Was ist es, das hier wirkt?" Sie ist nicht ein Feind, o Mensch, der dich von außen bekämpft, sondern ein böser Sproß, der selbstgewollt aus dir selbst sprießt. Schau in rechter Weise mit deinen Augen (Spr 4,25), und es wird kein böses Verlangen aufkommen. Raube kein fremdes Gut, und der Hang zum Raub wird einschlafen. Denk an das künftige Gericht, und weder Unzucht noch Ehebruch noch Mord, noch irgendeine andere Übertretung des göttlichen Gesetzes wird dich übermannen. Doch sobald du Gott vergißt, fängst du an, Böses zu sinnen und Unrecht zu tun.

Der Teufel eigentlicher Urheber des Bösen
und  Widersacher Gottes
3. Doch du bist nicht der einzige Urheber dieser üblen Sache, sondern es gibt noch einen anderen, höchst bösartigen Anstifter dazu, den Teufel. Dieser stiftet zwar an, doch jene, die sich nicht überzeugen lassen, vermag er nicht zu überwältigen. Deshalb sagt der Ekklesiast: "Wenn der Geist dessen, der Macht erhalten hat, sich erhebt  gegen dich, rück nicht weg von deinem Ort" (Koh 10,4). Verschließ deine Tür und halt ihn fern von dir, und er wird dir nicht schaden können. Doch wenn du nachlässig die Erinnerung an die Begierde akzeptierst, wird sie durch die Gedanken Wurzeln schlagen in dir und deinen Intellekt gefangennehmen und dich hinabwerfen in einen Graben voller Übel.[2]
Doch vielleicht wirst du sagen: "Ich bin gläubig, und keine Begierde kann mich besiegen, selbst wenn ich mich häufig daran erinnere." Du vergißt, dass eine Wurzel, die beharrlich drängt, sogar Fels zu brechen vermag. Verweigere dem Samen die Aufnahme, denn er wird dir den Glauben brechen. Reiß das Übel an der Wurzel aus, bevor es erblüht. Denn wenn du am Anfang nachlässig bist, besteht die Gefahr, dass du dir danach Axt und Feuer einhandelst (s. Mt 3,10 / Jer 23,29). Beginnst du zu erkranken an deinen Augen, heile sie ohne Verzug und warte nicht mit dem Besuch beim Arzt, bis du vollständig erblindet bist.
4.  Urheber der Sünde mithin und Vater der Übel ist der Teufel. Und dies hat der Herr Selbst gesagt, nicht ich,  denn " von Anfang an sündigt der Teufel"  (1 Joh 3,8). Vor ihm sündigte niemand. Und er sündigte nicht etwa, weil er von seiner Natur her den Zwang zum Sündigen empfangen hätte, womit man die Verantwortung für die Sünde dem Schöpfer aufbürden würde .[3] Vielmehr war er als gutes Wesen erschaffen worden und wurde zum Teufel durch seine eigene Wahl, denn seiner Taten wegen erhielt er diesen Namen. Ursprünglich war er ein Erzengel, doch später nannte man ihn "Teufel", weil er verleumdet und entzweit.[4] Von einem guten Diener Gottes wurde er zum Satan, das heißt zum Widersacher.
Diese Lehren sind nicht etwa von mir, sondern von Ezekiel, dem Geistträger und Propheten, sagt dieser doch am Anfang seiner Wehklage über jenen: "Als Siegel der Ähnlichkeit und Krone der Schönheit wardst du im Paradies Gottes geboren" (Ez 28,12-13). Und weiter: "Du warst untadelig zu deiner Zeit, von dem Tag an, wo du erschaffen wardst, bis das Unrechte in dir gefunden ward" (Ez 28,15). Sehr richtig sagt er "in dir gefunden ward", denn es wurde nicht hineingebracht von außen, sondern jener selbst brachte das Böse hervor. Und den Grund hiefür gibt der Prophet sogleich an: "Dein Herz überhob sich deiner Schönheit wegen. Auf Grund der Vielzahl deiner Sünden warf Ich dich auf die Erde hinab." (Ez 28,17). Dasselbe sagt der Herr auch im Evangelium: "Ich sah den Satan wie einen Blitz herabfallen aus dem Himmel" (Lk 10,18). Siehst du die Übereinstimmung des Alten Testaments mit dem Neuen?
Indem jener herabfiel, zog er viele andere mit sich. Er ist es, der denen, die auf ihn  hören, die Begierden eingibt. Von ihm kommen Ehebruch, Unzucht und jedes andere Übel. Seinetwegen wurde unser Urvater Adam verbannt und tauschte das wunderbare Paradies, das von selbst Früchte hervorbrachte, gegen die Erde ein, die Dornen hervorbringt.

Rettung durch das Erbarmen Gottes und
die Metanie des Menschen
5. Was tun also, wird nun einer fragen. Sind wir, nachdem wir getäuscht wurden, endgültig verloren? Gibt es keine Rettung mehr? Wir sind gestürzt. Können wir uns  nie wieder erheben? Wir sind erblindet. Können wir nie wieder sehen? Wir sind zu Hinkenden geworden. Können wir also nie wieder richtig gehen? Um es kurz zu sagen: Wir sind gestorben, werden wir also nicht auferstehen?
Derjenige, Der den seit vier Tagen toten und bereits stinkenden Lazarus auferweckte, o Mensch, wird Er nicht mit noch größerer Leichtigkeit dich auferwecken, der du lebst? Er, Der Sein kostbares Blut vergossen hat für uns, Er ist es, Der uns erlöst von der Sünde. Geben wir uns daher nicht der Verzweiflung hin, Brüder. Stürzen wir uns nicht in einen Zustand der Hoffnungs-losigkeit. Denn schlimm ist es, nicht zu vertrauen auf die Hoffnung der Metanie. Wer keine Rettung erwartet, häuft zügellos Unheil auf Unheil, doch derjenige, der auf Heilung hofft, achtet fortan sorgfältig auf sich selbst. Der Räuber, der keine Nachsicht erwartet, treibt seine Untaten weiter bis zum Irrsinn. Doch wenn er auf Vergebung hofft,  ändert er oft seine Gesinnung.
Seht das Beispiel der Schlange: sie streift ihre alte Haut ab. Und wir, wir wollen nicht die Sünde abstreifen? Wenn der von Dornen überwachsene Acker, wenn er gut bearbeitet wird, reiche Frucht bringt, wir sollte da für uns die Rettung unmöglich sein? Da es mithin für unsere Natur möglich ist, die Rettung zu erlangen, ist fortan der Wille dazu erforderlich.
  
Beispiele der Menschenfreundlichkeit Gottes
6. Gott ist menschenfreundlich und das in nicht geringem Maß. Deshalb sag nicht: "Ich habe Unzucht getrieben, die Ehe gebrochen und viele andere schlimme Dinge getan, und das nicht nur einmal, sondern oftmals. Wird Er mir da noch vergeben? Wird Er mir da Amnestie gewähren? Vernimm, was der Psalmist sagt: "Wie groß ist die Fülle Deiner Güte, o Herr!"  (Ps 30,20). Die Menge deiner angehäuften Sünden ist niemals so groß wie  die Erbarmungen Gottes. Deine Wunden sind nicht jenseits der therapeutischen Fähigkeit des Großen Arztes. Dies eine nur tue - übergib dich Ihm mit Vertrauen. Leg dem Arzt deine Krankheit dar. Sag auch du wie David: "Ich will dem Herrn mein Unrecht bekennen wider mich" (Ps 31,5), und dann wird auch dir geschehen, was David gleich danach hinzufügt: "Und Du hast mir die Gottlosigkeit meines Herzens vergeben" (Ps 31,5).
7. Willst du die Menschenfreundlichkeit Gottes sehen, du, der du  seit kurzem in die Kateche-se kommst? Willst du die Menschenfreundlichkeit Gottes sehen und die Fülle Seiner Nachsicht? Dann vernimm, was mit Adam geschah. Adam der Ersterschaffene war ungehorsam geworden gegen Gott. Hätte ihn Gott nicht auf der Stelle dem Tod preisgeben können? Doch sieh, was der menschenfreundliche Herr tat. Er verstieß ihn zwar aus dem Paradies - denn durch seine Sünde war er des Lebens dort unwürdig geworden -, siedelte ihn aber dem Paradies gegenüber an (s. Gen 3,24), damit er durch die Betrachtung dessen, woraus er gefallen war, was er verloren hatte und wo er hingelangt war, zur Metanie kommen und gerettet werden möchte.
Kain, der erstgeborene Mensch, wurde zum Brudermörder, zum Erfinder des Unheils, Urheber des Mords und ersten Neider. Doch wie lautet das Urteil für das Verbrechen an seinem Bruder? "In Stöhnen und Zittern wirst du sein auf der Erde" (Gen 4,12). Groß die Sünde, doch gering die Verurteilung.
8. Menschenfreundlichkeit Gottes mithin war auch dieses Urteil, doch sie war noch klein im Vergleich zu dem, was folgen sollte. Denk an die Geschehnisse zur Zeit Noahs. Damals sündigten die Riesen, und soviel Unrecht ergoß sich über die Erde, dass die Sintflut kommen mußte (s. Gen 6,2ff). Im 500. Jahr [Noahs] sprach Gott Seine Drohung aus, und im 600. Jahr  machte Er sie wahr, die die Sintflut kam über die Erde (Gen 7,6ff). Siehst du das Maß der Menschenfreundlichkeit Gottes, Seiner Langmut, dass Er hundert Jahre lang zuwartete? Was Er nach jenen hundert Jahren tat, hätte Er es nicht auf der Stelle tun können? Doch Er gewährte Aufschub, um Zeit zu lassen für die Metanie. Siehst du Gottes Güte? Und hätten die Menschen damals ihren Sinn geändert, würden sie die Menschenfreundlichkeit Gottes nicht verscherzt haben.

Beispiele solcher, die durch die Metanie gerettet wurden
9. Doch kommen wir nun zu den anderen, zu denjenigen, die durch die Metanie gerettet wurden. Vielleicht könnte auch unter den Frauen hier jemand sagen: "Ich habe Unzucht getrieben und meinen Leib besudelt mit jeder Art von Zügellosigkeit. Gibt es da noch Rettung für mich?" Denk an Raab, o Frau, und hoffe auch du auf deine Rettung. Denn wenn jene, die sich offen und vor aller Augen dem Dirnengewerbe hingab (s. Jos 2,1), durch die Metanie gerettet wurde, wie sollte jene, die einmal in Unzucht fiel, bevor sie die Gnade [der Hl. Taufe] empfing, nicht durch Metanie und Fasten gerettet werden?
Denn forsche nach, wie jene gerettet wurde. Dies eine nur sagte sie: "Euer Gott ist im Himmel und auf Erden" (Jos 2,11). "Euer Gott", sagte sie. Denn ihrer Sittenlosigkeit wegen wagte sie nicht, Ihn als den ihrigen zu bezeichnen. Und wenn du es annehmen willst, so hast du das schriftliche Zeugnis über ihre Rettung in den Psalmen. "Ich werde Mich erinnern an Raab und an Babylon unter denen, die Mich kennen" (Ps 86,4). O wie groß ist die Menschenfreundlichkeit Gottes, die sogar noch der Dirnen gedenkt in den Heiligen Schriften! Und Er sagt nicht bloß "Ich werde mich an Raab und an Babylon erinnern", sondern fügt noch hinzu: "unter denen, die Mich kennen"! Rettung gibt es mithin gleicherweise für Männer und für Frauen, und sie wird durch die Metanie erlangt.
10. Selbst wenn ein ganzes Volk sündigt, vermag  auch das nicht, die Menschenfreundlichkeit Gottes zu besiegen. Die Israeliten machten das Goldene Kalb (s. Ex 32,1ff), doch Gott  legte Seine Menschenfreundlichkeit nicht ab. Die Menschen verleugnen Gott, Gott aber kann Sich Selbst nicht  verleugnen (2 Tim 2,13). "Dies sind deine Götter, Israel", sagten jene (Ex 32,8). Doch wie immer wurde der Gott Israels auch jetzt zu dessen Retter. Und nicht nur das Volk sündigte, sondern auch Aaron der Hohepriester, ist es doch Moses selbst, der sagt: "Auch über Aaron ergrimmte Er Sich,, und ich legte Fürbitte ein für ihn" (Deut 9,20), worauf Gott ihm vergab.
Wenn also Moses, als er Fürbitte einlegte für den sündigen Hohepriester, den Herrn erweichte, wird da Jesus der Einziggeborene, wenn Er Fürbitte einlegt für uns, Gott nicht noch viel mehr erweichen?  Wenn Er jenen, der gesündigt hatte, nicht hinderte, Hohepriester zu werden, wird Er dann dich, der du aus den Heidenvölkern kommst, daran hindern, die Rettung zu erlangen?
Ändere mithin auch du, o Mensch, in gleicher Weise deinen Sinn, und die Gnade wird dir nicht versagt bleiben. Wache fortan über deinen Lebenswandel, damit er untadelig sei. Denn Gott ist in Wahrheit menschenfreundlich, und kein Mensch ist imstand, Seine Menschen-freundlichkeit gebührend zu darzustellen. Kämen auch alle Zungen zusammen, vermöchten sie doch nicht einmal einen Teil der Menschenfreundlichkeit Gottes auszusprechen. Was uns betrifft, so geben wir bloß ein Weniges wieder von dem, was geschrieben steht über die Nachsicht Gottes gegenüber den Menschen. Wieviel Er aber den Engeln vergibt, davon wissen wir nichts. Auch ihnen vergibt Er ja, denn ein Einziger nur ist ohne Sünde - Jesus, Der uns reinigt von unseren Sünden. Das möge genügen, was jene betrifft.

König David, das Vorbild der Metanie
11. Was aber uns Menschen betrifft, so kann ich dir, wenn du willst, noch weitere Beispiele nennen. Komm zum seligen David und nimm ihn dir als Vorbild der Metanie. Dieser große Mann verfehlte sich (s. 2 Kön 11,2ff). Als er vom Lager aufstand und in der Abendfrische auf dem Dach herumging, ließ er seine Augen unbedacht umherschweifen, worauf ihm etwas Menschliches widerfuhr. Er vollzog die Sünde, doch die edelmütige Neigung, seine Verfehlung zu bekennen, erstarb nicht in ihm.
Da kam Nathan der Prophet,  zwecks sofortigen Tadels und Heilung der Wunde, und sagte zu ihm: "Der Herr ist erzürnt über deine Sünde" (2 Kön 12,1ff). Dies sagte der Gemeine zum König. Und der purpurtragende König empörte sich nicht. Denn er achtete nicht auf den, der zu ihm sprach, sondern auf Den, Der ihn gesandt hatte. Noch auch blendete ihn die große Schar der Krieger, die ihn umstanden. Denn sein Sinn war auf das himmlische Heer des Herrn gerichtet, und Bangigkeit ergriff ihn, da er die Gegenwart des Unsichtbaren spürte, als wäre Er sichtbar. Und er sagte zu dem, der gekommen war, genauer gesagt zu Dem, Der ihn gesandt hatte: "Ich habe gesündigt wider den Herrn" (2 Kön 12,13).
Siehst du die Demut des Königs? Siehst du das unumwundene Sündenbekenntnis? War er etwa von jemandem überführt worden? Wußten vielleicht viele von der Sache?  Plötzlich geschah sie, und sogleich erschien der Prophet  als Ankläger. Und der Schuldige bekannte die Untat ohne Umschweife. Und weil er edelmütig bekannte, empfing er auf der Stelle die Heilung. Denn der Prophet Nathan, der ihm zuvor gedroht hatte, sagte nun zu ihm: "Der Herr hat deine Sünde hinweggenommen" (2 Kön 12,13). Siehst du, wie rasch der menschenfreundliche Gott Sich erweichen ließ? Allerdings sagte er zu ihm auch dies: "Durch deine Widersetzlichkeit hast du die Feinde des Herrn zur Widersetzlichkeit gereizt" (s. 2 Kön 12,14). Deiner Gerechtigkeit wegen hattest du viele Feinde, doch die Keuschheit schützte dich. Indem du diese mächtige Waffe preisgabst, hast du bewirkt, dass deine Feinde nun bereit sind, aufzustehen wider dich.
12.  So also tröstete der Prophet den König [mit der Verkündigung der Vergebung], doch der selige David, obwohl er jenes "der Herr hat deine Sünde hinweggenommen"  gehört hatte, rückte nicht ab von der Metanie, sondern umhüllte sich mit einem Sack anstelle des Purpurs, und statt auf vergoldete Throne setzte sich der König in Asche auf den Boden. Und nicht nur setzte er sich in Asche, sondern er aß auch Asche, wie er selbst sagt: "Asche aß ich statt Brot" (Ps 101,10). Sein zuvor begehrliches Auge erschöpfte er mit Tränen, sagt er doch weiter: "Jede Nacht benetze ich mein Lager, und mit meinen Tränen tränke ich mein Bett" (Ps 6,7). Und obwohl ihn seine Leute baten, Brot zu essen, lehnte er ab. Erst als der siebte Tag vollendet war, beendete er sein Fasten (2 Kön 12,18ff). Wenn nun ein König solcherart seine Sünde bekennt, bist dann nicht auch du, ein gewöhnlicher Mensch, zum Sündenbekenntnis verpflichtet?
Und bei der Rebellion seines Sohnes Abessalom, wählte er für seine Flucht, obwohl es dafür viele andere Wege gab, denjenigen über den Ölberg (s. 2 Kön 15,30ff), als wollte er im Geist den Schutz des Erlösers anrufen, Der von dort hinaufsteigen sollte in die Himmel. Und als Semeei ihn mit bitteren Worten verfluchte, sagte er: "Laßt ihn" (2 Kön 16,10), denn er wußte, dass demjenigen, der vergibt, ebenso vergeben werden wird (s. Mt 6,14 / Lk 6,38).

Weitere Beispiele solcher,
die durch ihre Metanie Erbarmen fanden

13. Siehst du, dass es gut ist, die Sünden zu bekennen? Siehst du, dass es für jene, die sich der Metanie hingeben, Rettung gibt? Auch Salomo fiel in die Sünde. Doch was sagte er?  "Später aber änderte ich meinen Sinn" (Spr 24,32). Und Achaab, der König von Samaria, der vom Glauben abfiel und zum fanatischen Götzenanbeter und brutalen Prophetenmörder wurde und sich an den Äckern und Weinbergen Fremder vergriff (s. 3 Kön 16,29ff), nachdem er durch Jezabel seine Frau den Naboth umgebracht hatte und Elias der Prophet kam und ihm drohte, da zerriß er seine Kleider und hüllte sich in Sacktuch (3 Kön 20,1ff). Und was sagte da der menschenfreundliche Gott zu Elias? "Hast du gesehen, wie Achaab vor Mir von Reumut durchbohrt wurde?"  (3 Kön 20,29), geradeso als wollte Er den feurigen Propheten zur Nachsicht bewegen gegenüber dem reumütigen König, fügte Er doch hinzu: "Ich will  das Unheil nicht in seinen Tagen herbeiführen" (ebenda). Und obwohl Achaab selbst nach der Vergebung nicht ablassen sollte von seinem bösen Tun, vergab ihm Derjenige, Der vergibt. Und dies nicht etwa, weil Ihm das Künftige unbekannt gewesen wäre, sondern der Metanie wegen, die jener zur Stunde zeigte, gewährte Er ihm die entsprechende Vergebung, denn Kennzeichen des gerechten Richters ist, dass Er jede Tat einzeln beurteilt, so wie es angemessen ist.
14.  Jeroboam, der König von Israel, stand wieder einmal am Götzenaltar und opferte den Götzen. Weil er befahl, den Propheten zu verhaften, der ihn tadelte für sein Tun, wurde seine Hand gelähmt (s. 3 Kön 13,1ff). Da Jeroboam durch diese Erfahrung die Macht dessen erkannte, der vor ihm stand, sagte er zu ihm: "Leg Fürbitte ein vor dem Herrn deinem Gott"  (3 Kön 13,6), und um dieses Wortes willen wurde seine Hand wiederhergestellt. Wenn nun der Prophet den König Jeroboam heilte, ist da vielleicht Christus nicht imstand, dich zu heilen, indem Er dich von den Sünden befreit?
Auch Manasse verstieß gewaltig gegen das göttliche Gesetz. Er war es, der den Propheten Isaiah zersägte,[5] er beschmutzte sich mit jeder Art von Götzendienerei und überschwemmte Jerusalem mit dem Blut Unschuldiger (s. 4 Kön 21,1ff). Doch als er gefangen nach Babylon geführt wurde, fand er durch die Erfahrung dieser Übel zur Metanie und empfing die Heilung. Sagt doch die Schrift: "Manasse demütigte sich vor dem Herrn und betete, und der Herr erhörte ihn und führte ihn zurück in sein Königreich"  (s. 2 Chron 33,12-13). Wenn nun jener, der den Propheten zersägte, durch die Metanie gerettet wurde, wirst dann nicht auch du, der du nichts derartiges getan hast, gerettet werden?

Die Macht der Metanie - das Beispiel des Königs Hesekiah

15. Sieh zu, dass du die Macht der Metanie nicht leichtsinnig in Zweifel ziehst. Willst du wissen, was die Metanie alles vermag? Willst du die starke Waffe des Heils kennenlernen und erfahren, wie machtvoll das Sündenbekenntnis ist? Hundertfünfundachtzigtausend Feinde vernichtete Hesekiah kraft seines Bekenntnisses (s. 4 Kön 19,14-35)! Und dies ist in der Tat gewaltig, doch es ist noch gering im Vergleich zu dem, was danach folgen sollte.
Denn durch seine Metanie erwirkte derselbe König außerdem die Widerrufung eines göttlichen Urteils, das bereits ausgesprochen worden war. Als er nämlich krank darniederlag, da kam Isaiah zu ihm und sagte: "Bring die Angelegenheiten deines Hauses in Ordnung, denn du wirst sterben und nicht weiterleben" (4 Kön 20,1 und Is 38,1). Welche Erwartung blieb ihm da noch? Welche Hoffnung auf das Heil, wo doch der Prophet gesagt hatte: "Du wirst sterben"? Doch Hesekiah ließ nicht ab von der Metanie, denn er erinnerte sich an das, was geschrieben steht: "Wenn du dich abwendest und seufzt, dann wirst du gerettet werden" (Is 30,15). So wandte er sich ab zur Wand hin, und indem er seinen Geist von seinem Lager weg zum Himmel wandte  – denn kein Gemäuer, wie dick es auch sei, kann den Geist hindern –, betete er mit Ehrfurcht zu Gott und sagte: "Herr, gedenke meiner" (4 Kön 20,2-3 und Is 38, 2-3).
Denn zu meiner Heilung genügt, wenn Du meiner gedenkst. Du bist nicht Zeiten unterworfen, denn Du Selbst bist der Gesetzgeber des Lebens. Unser Leben hängt nicht ab von Geburtsstunde und Konjunktion von Sternen, wie einige in eitlem Geschwätz verkünden, sondern Du, Herr, bestimmst so, wie Du willst, sowohl über das Leben als auch über die Lebenszeit. Und so wurden dem, der gemäß der Ankündigung des Propheten keine Hoffnung mehr auf Leben hatte, weitere fünfzehn Jahre hinzugefügt, und als Zeichen dafür ließ Gott die Sonne rückwärts gehen auf ihrer Bahn (s. 4 Kön 20,5-11, Is 38,4-8 und Sir 48,23).
Um Hesekiah willen mithin ging die Sonne  rückwärts, um Christi willen aber hörte sie auf zu scheinen. Sie änderte nicht ihre Bahn, sondern hörte auf zu scheinen, woran sich der Unterschied zeigt zwischen beiden, zwischen Hesekiah und Jesus, will ich sagen. Jener vermochte durch seine Metanie ein Urteil Gottes aufzuheben, Jesus aber,  gewährt nicht Er Selbst Löschung der Sünden? Deshalb also wende dich ab und seufze auch du, verschließ deine Tür und bete, damit Er dir vergebe und dir die sengenden Flammen erspare. Denn das Bekenntnis der Sünden vermag sowohl Feuer zu löschen als auch Löwen zu zähmen.

Die Drei Jünglinge im Feuerofen 
16. Zweifelst du daran, so bedenke, was Anania und seinen Gefährten widerfuhr (s. Dan 31ff). Welche Wasserbäche gossen sie aus [um das Feuer zu löschen]? Wieviele Kübel Wasser hätten jene Flammen zu löschen vermocht, die neunundvierzig Ellen hoch loderten? Doch wo das Feuer übermächtig war, dort wurde der Strom des Glaubens ausgegossen, dort wurde als Gegengift zu allen Übeln der Hymnos gesungen: "Gerecht bis Du, Herr, in allem, was Du an uns getan hast. Denn wir haben gesündigt und Dein Gesetz gebrochen" (s. Dan 3,27-29), und die Metanie löschte die Flammen. Wenn du nicht glaubst, dass die Metanie das Feuer der Gehenna zu löschen vermag, dann laß dich belehren durch das, was Anania und seinen Gefährten geschah. Nun wird vielleicht jemand von denen, die aufmerksam zuhören, einwenden: "[Nicht auf Grund der Metanie, sondern] Zu Recht hat Gott damals jene gerettet, denn sie weigerten sich, den Götzen zu dienen, und deshalb gab ihnen Gott jene Kraft." Und da man auch dies gelten lassen kann, will ich euch ein anderes Beispiel der Metanie geben.

Nebukadnezar
17. Welche Meinung hast du von Nebukadnezar? Hast du nicht aus den Schriften vernommen, dass er der Gesinnung nach blutgierig war, wild, ein Löwe? Hast du nicht gehört, dass er die Gebeine der Könige aus den Gräbern ans Licht zerrte (Jer 8,1, Bar 2,24)? Hast du nicht gehört, dass er das Volk verschleppte? Hast du nicht gehört, dass er die Augen des Königs blendete, nachdem er seine Söhne vor dessen Augen niedergemetzelt hatte (4 Kön 25,7)? Hast du nicht gehört, dass er die Cherubim zerschmetterte (nicht die noetischen, Gott bewahre! denk  nicht  solches, o Mensch, sondern die geschnitzten, jene am Ort der Versöhnung, zwischen denen Gott mit Seiner Stimme zu sprechen pflegte [6])? Er riß den Vorhang zum Allerheiligsten nieder und zertrampelte ihn, nahm den Weihrauchaltar und stellte ihn in seinem Götzentempel auf  (Dan 1,2). Er raubte alle Weihgaben und brannte den Tempel nieder bis auf die Grundmauern. Welcher Strafen war dieser würdig, der Könige umbrachte, das Heilige verbrannte, das Volk in die Gefangenschaft entführte und die heiligen Gerätschaften mißbrauchte zum Götzenkult? War er nicht Tausender von Toden würdig?
18. Hast du das Ausmaß seiner Untaten gesehen? Nun komm und sieh die Menschen-freundlichkeit Gottes! Nebukadnezar wurde mit Wahnsinn geschlagen und lebte in der Wüste wie ein wildes Tier (Dan 4,1ff). Er wurde geschlagen, damit er gerettet würde. Die Nägel wuchsen ihm so lang wie Löwenkrallen, denn er hatte das Heilige geraubt. Sein Haar wurde wie eine Löwenmähne, denn ein Löwe war er, der raubte und brüllte. Er aß Gras wie ein Ochse, denn er war ein rohes Tier und kannte Denjenigen nicht, Der ihm das Königtum verliehen hatte. Sein Körper wurde durchnäßt vom Tau, denn obwohl er gesehen hatte, wie der Tau das Feuer löschte (Dan 3,45-50), glaubte er nicht.
Und was geschah danach? "Nach alledem", so steht geschrieben, "erhob ich, Nebukadnezar, meine Augen zum Himmel und segnete den Allerhöchsten und lobpries und verherrlichte  Denjenigen, Der lebt in Ewigkeit" (Dan 4,34). Als er mithin den Allerhöchsten erkannte und Dankgebete aufsteigen ließ zu Gott, als er bereute, was er getan hatte und seine eigene Krankheit erkannte, da gab ihm Gott die Königswürde zurück.
19.  Was also? Wenn Nebukadnezar, der solche Dinge getan hatte, nach dem Bekenntnis seiner Sünden die Vergebung gewährt und das Königreich wiedergegeben wurde, wird dann nicht auch dir, der du dich der Metanie zugewandt hast, Vergebung der Sünden und das Reich der Himmel gewährt werden, wenn du dein Leben würdig führst?

Mit Zuversicht ans Werk der Metanie
Menschenfreundlich ist der Herr und rasch im Vergeben, langsam aber im Bestrafen. Deshalb verzweifle niemand an seiner Rettung. Petrus der höchste der Apostel und ihr Anführer, verleugnete aus Furcht vor einer Magd dreimal den Herrn, doch dann bereute er es und weinte bitterlich (Mt 26,69ff). Jenes Weinen  zeigte, dass seine Metanie von Herzen kam, und deshalb empfing er nicht nur die Vergebung für sein Verleugnen, sondern bewahrte auch seine apostolische Würde, ohne etwas davon einzubüssen.
20.  Da wir also, Brüder, so viele Vorbilder haben von Menschen, die sündigten, ihre Gesinnung änderten und gerettet wurden, bekennt auch ihr dem Herrn bereitwillig eure Sünden, damit ihr sowohl die Vergebung der Sünden empfangt, die ihr begangen habt, als auch der himmlischen Gabe würdig erfunden werden und das Himmelreich erben möchtet, zusammen mit allen Heiligen, in Christus Jesus, Dem die Herrlichkeit gehört in die Ewen der Ewen. Amen.


[1] Dies ist die 2. der 18 Katechesen (d.h. Unterweisungen im Glauben) an die Täuflinge, die der hl. Kyrillos, Patriarch von Jerusalem (315-386, s. Das Synaxarion am 18. März) um das Jahr 350 während der Großen Fastenzeit in der Auferstehungsbasilika in Jerusalem an die Katechumenen richtete, die sich auf die Hl. Taufe vorbereiteten. Griech. Urtext in EPE KyrJer Bd. 1 unter dem Titel "Κατήχησις Β' τῶν Φωτιζομένων, Περί Μετανοίας καὶ ἀφέσεως ἁμαρτιῶν καὶ περί Ἀντικειμένου" ("2. Katechese  derjenigen, die  erleuchtet werden sollen: Über die Metanie und die Vergebung der Sünden sowie über den Widersacher"). Deutsche Übersetzung vom Kloster des Hl. Johannes des Vorläufers, Chania 2011. Der orthodoxe Begriff der Metanie (von gr. μετάνοια, wörtl. "Sinneswandel") ist äußerst reichhaltig und geht weit  hinaus über das, was gemeinhin unter "Busse" und "Reue" verstanden wird. So wie die Hl. Väter ihn verwenden und  wie auch die vorliegende Homilie des hl. Kyrillos zeigt, beinhaltet er das eigentliche Leben des wahren Christen, d.h. den lebenslänglichen Kampf um ein Leben gemäß dem Willen Gottes, die Erfüllung der Gebote Christi, die Abwendung von der weltlichen Gesinnung, der Sünde, und Hinwendung zu Gott. 
[2] Der hl. Kyrillos bezeugt hier (um 350) das hohe Alter der Lehre der hl. Väter betreffend  den Kampf gegen die leidenschaftlichen Gedanken, wie wir sie in der Philokalie finden und die fälschlicherweise oft Evagrios Pontikos (geboren 346)  zugeschrieben wird.
[3] Wie das gewisse Häretiker tun, z.B. die Markioniten und die Manichäer, die behaupten, der Teufel sei von Natur aus böse.
[4] "Teufel" ist die Verdeutschung des griechischen Worts  "diabolos" (über  got. diabaulus und althd. tiufal), vom Verb διαβάλλω (diavallo), das "verleumden, entzweien, verhaßt machen" bedeutet.
[5] Der Martyrertod des Propheten Isaiah durch Zersägen, den  der Apostel Paulus in Hebr 11,32 erwähnt, allerdings ohne Namensnennung, und von dem auch alle hl. Vätern der Kirche berichten, ist im AT nicht belegt, sondern durch außerbiblische Quellen überliefert.  
[6] Auf der Arche des Zeugnisses (Bundeslade) war eine Deckplatte aus reinem Gold, die zwei aus Gold getriebene Cherub-Figuren mit ausgebreiteten Flügeln trug und "Stätte der Versöhnung" (gr. ἱλαστήριον, hebr. kapporeth) genannt wurde (s. Ex 25,9ff). Von diesem Ort herab sprach Gott zu Moses.

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